Mittwoch, 2. März 2011

Anreise nach Ulithi

Am 14. Februar sind wir um 3Uhr in Kappel aufgestanden. Es war gar nicht so frueh, weil wir in den Tagen zuvor auch schon extra frueh aufgestanden sind. Mit dem Auto fuhren wir nach Horgen und mit dem Zug nach Kloten. In Kloten war fuer die Kinder alles total spannend. So war es auch ganz egal, dass der erste Flug bereits Verspaetung hatte. Und da wir in Frankfurt genuegend Zeit zum Umsteigen hatten, konnten auch wir das ganz locker nehmen.

Im zweiten Flug nach Hong Kong flogen wir in die Nacht und wieder in den Morgen. Flurin schlief total unkompliziert. Ueberhaupt schlaeft er egal ob sitzend oder liegend, ob bequem oder weniger. Fasziniert waren beide natuerlich vom Fernseher im Sitz!

In Hong Kong waren wir drei Tage. Und ehrlich, ich haette es mir nicht vorstellen koennen, direkt weiter zu fliegen. Schlafen in einem Bett und den Jetlag ruhig vorbei gehen lassen, war eine gute Idee. Flurin hat den Jetlag als erster ueberwunden. Felix, Livio und ich lagen immer wieder nachts ein paar Stunden wach...
Am Tag erkundeten wir die Stadt: Es war neblig und kalt, laut und eng. Livios Bewegungsdrang war sehr eingeschraenkt! So waren wir froh um jeden Spielplatz, um den Zoo mit dem Affenhaus (mehr hatte es da allerdings nicht) und um den Ausflug auf den Hausberg, den Peak, wo wir zwar keine Aussicht hatten (Nebel!), die Kinder sich aber austoben konnten.
Der Unterschied zwischen dem Einkaufstempel Times Square einerseits und den Chinesenquartieren andererseits ist enorm. Einerseits die Glitzerwelt mit allen Weltmarken. Auf der anderen Seite die dreckigen, aermlichen Maerkte mit Blumen, Gemuese, noch lebenden, zuckenden Fischen und ganz (mit Kopf) gegrillten Voegeln.
Im Hinterhof wird Gemuese in einem dreckigen Kuebel ins Wasser getaucht, vorne am Essens-Stand koennte man das dann essen... Wir waren froh um McDonalds!
Nach drei Tagen, am Samstag 20. Februar ging es weiter nach Guam. Der Abflug war um 23.30h, der Flug dauerte viereinhalb Stunden, die Ankunft war aber bereits um 6h. Livio konnte auf diesem Flug nur auf meinem Schoss schlafen und sein Husten war mit all diesen Klimaanlagen an Flughaefen, in Flugzeugen und in den Hotels auch noch nicht auskuriert.

Also haben wir in Guam im total unterkuehlten Flughafen mal eine Runde geschlafen. Unser Weiterflug wuerde erst Abends um 22h sein...
Den Nachmittag verbrachten wir dann zum ersten Mal in der Hitze, am Strand. Eine Flughafenaufseherin hat uns einen Strand empfohlen, ein Taxifahrer hat uns hingebracht und uns auch wieder abgeholt.
Vor dem Flug assen wir noch Philippinische Spaghetti vom philippinischen Restaurant am Flughafen - stellt es euch lieber nicht vor...

Nach eineinhalb Stunden Flug kamen wir spaet in Yap an. Schwuel, heiss, empfangen von vielen Einheimischen mitten in der Nacht. Weit und breit kein Fahrer fuer unser Hotel in Sicht. Alle total uebermuedet von der letzten Nacht und jetzt wars auch schon wieder nach Mitternacht. Livio schlief, nachdem er das Gras "stachelig" fand, auf dem Trottoir und Flurin auf dem Gepaeck.
Die Polizei, dein Freund und Helfer, auch dort, machte dann unseren Fahrer - Tim - ausfindig, der uns abholte und letztlich sanken wir total muede auf unsere Betten; dass es total heiss war, machte uns nichts aus. Ohne Klimaanlage (und ohne Husten) schliefen wir bis in den naechsten Morgen.
Einen Tag ausruhen, anklimatisieren und am naechsten Tag wieder frueh aufstehen. Niemand wusste so recht, wann unser Flug nach Ulithi gehen wuerde. Manchmal frueher, manchmal spaeter, je nach Wind, meinte Tim... Als wir am Gate der PMA (Pacific Missionari Airlines) ankamen, war erst der Pilot - Amos - dort. Er meinte, wir seien etwas frueh (halb acht) und bat uns in den Hangar, wo unser Flugmobil mit 8 Plaetzen bereit stand.

Wir durften alles anschauen, uns frei bewegen, sogar ins Flugzeug steigen, waehrend er alles vorbereitete, selber tankte. Fuer Livio und Flurin war es das Paradies...! Spaeter kam Peter dazu, Deutscher, seit 19 Jahren auf Yap stationiert, nun pensioniert und Fluglehrer. Er hat Flurin und Livio unterhalten, waehrend wir warteten, das Gepaeck und uns wogen, das Flugbillett handgeschrieben ausgestellt wurde.
Irgendwann ging es los. Amos, die Seriositaet in Person, hat das Flugzeug geladen, uns die Sicherheitsregeln erklaert und einen Sitz zugewiesen und dann selber die Tuer geschlossen.
Der Flug war total schoen, es droehnte, Flurin schlief, unter uns das Meer und dann vor uns dieses Atoll...

Amos flog einmal um die Insel - Sightseeing - dachten wir. Aber eigentlich wahrscheinlich darum, um die Einwohner darauf aufmerksam zu machen, dass die Landebahn frei sein soll... Wahnsinn - man sah die Landebahn, sie hatte genau den Durchmesser der Insel. Eine gruene Insel im verschiedenen Meeresblau und wir landeten sanft und sicher nach einer Woche Reise am Montag 21. Februar an unserem ersten groesseren Ziel - Falalop (Ulithi-Atoll).

1 Kommentar:

  1. Juhu! Vergesst nicht den Kopf unters Wasser zu halten auf ulithi!

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